Der spezifische Prozess des Bekleidungsdesigns

1. Der erste Schritt ist die Vorrecherche. Deren Inhalt konzentriert sich hauptsächlich auf Trendanalysen und die Untersuchung von Konkurrenzprodukten (manchmal von anderen Abteilungen durchgeführt und mit der Designabteilung geteilt. Ich empfehle, dass sich Designer dennoch an der Recherche beteiligen, da die Erfahrungen unterschiedlich sind). Darüber hinaus bieten viele Trendagenturen online Trendberatungen an. In den meisten Unternehmen, die keine Trendsetter oder -führer sind, arbeiten Designer daran, Trends zu folgen. Neben der üblichen Online-Recherche halte ich, wie das MAO-Magazin berichtet, den Besuch in der Fabrik für die wichtigste Recherchemethode (dort werden die Kleidungsstücke für die nächste Saison hergestellt, die Realität sieht also viel besser aus als auf der Website).

Der spezifische Prozess der Kleidung1

2. Gemeinsam mit der Einkaufsabteilung analysieren wir die Verkaufshistorie von Bestsellern und Ladenhütern. Dabei untersuchen wir die Gründe für deren Erfolg bzw. Misserfolg und konzentrieren uns darauf, welche Designprobleme zu Verkaufsschlagern und Ladenhütern führen. Beispielsweise sind manche Produkte zwar gut, aber zu teuer, sodass die Designer Kosteneinsparungen im Designbereich in Betracht ziehen sollten. Andere Produkte sind an sich gut, aber überladene Designdetails schrecken die Kunden ab. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Analyse historischer Daten von großer Bedeutung ist. An diesem Prozess sind üblicherweise Kollegen aus der Einkaufs- und der Vertriebsabteilung beteiligt.
3. Der Designer eines Markenunternehmens entwirft die Kollektion nicht einfach aus dem Nichts. Bevor er das Thema und die Kollektion festlegt, erstellt die Einkaufsabteilung (der Einkäufer) einen Warenplan. Dieser enthält alle für die Saison benötigten Artikel (z. B. Mantel X, X Artikelnummern; Hose X, X Artikelnummern) sowie Preis, Angebotskategorie und weitere Anforderungen. Der Warenplan dient als Rahmenrichtlinie, anhand derer der Designer eine Kollektion entwirft.
4. Die Designabteilung erarbeitet das Designthema und die Entwicklungsrichtung der neuen Saisonware (siehe unten) auf Grundlage einer Reihe von richtungsweisenden Warenplanungen und Trendforschungsberichten, die vom Käufer bereitgestellt werden, und legt die Designrichtung gemeinsam mit dem Käufer und gegebenenfalls der Vertriebsabteilung fest.
5. Gemäß der von den zuständigen Abteilungen gemeinsam festgelegten Produktentwicklungsrichtung und dem Warenplan für die aktuelle Saison begann die Designabteilung mit der Entwicklungsarbeit. Wu Tis Aufgaben umfassten die Entwicklung von Stoffen und Hilfsmaterialien, die Suche nach Designinspirationen, die Erstellung von Berichten zur Produktentwicklung für die neue Saison sowie die Anfertigung von Designmanuskripten entsprechend der Produktentwicklungsrichtung. Der erste Entwurf (siehe Abbildung unten) beinhaltete Stilzeichnungen, Farb-, Stoff- und Druckmusterbeschreibungen usw.

Der spezifische Prozess der Kleidung

6. Der Designentwurf wird üblicherweise nach zwei bis drei Gesprächsrunden mit dem Käufer und dem Vertrieb endgültig bestätigt. In diesem Prozess arbeitet der Designer auch mit der Prototypenentwicklung (bzw. der Dokumentationsabteilung) zusammen, um mit der Prototypenerstellung zu beginnen.
7. Üblicherweise treffen sich die Designabteilung und der Käufer vor dem formellen Bestellgespräch, falls bereits einige Muster entwickelt wurden, um die Muster erneut zu prüfen und entsprechende Änderungsvorschläge zu unterbreiten.
8. Die Bestellbesprechung beginnt. Während der Bestellbesprechung stellen die Designer (einige große Markenunternehmen haben auch eine Vertriebsabteilung) die einzelnen Produktlinien, die jeweilige Marke und die Einkäufer der wichtigsten Händler vor.
9. Der Auftrag ist der zuständigen Abteilung (bei manchen Unternehmen dem Einkauf, der Warenabteilung oder der Produktionsabteilung) zur Zusammenfassung vorzulegen und anschließend der Produktionsabteilung zur Weiterverfolgung der Serienproduktion zu übermitteln.
10. Einkäufer und Dokumentationsabteilung begleiten die Produktion, bis die Ware pünktlich und in einwandfreier Qualität im Geschäft eintrifft.
Im Produktentwicklungsprozess müssen Einkäufer häufig Besprechungen mit der Designabteilung abhalten, üblicherweise zwei bis fünf Mal pro Saison. Für große Bekleidungsunternehmen ist es aufgrund des hohen Zeit- und Kostenaufwands nicht praktikabel, die Mitarbeiter der zuständigen Abteilungen in verschiedenen Regionen regelmäßig zu diesen Besprechungen zu schicken. Daher kann es in der Praxis vorkommen, dass die Besprechung vor der Auftragserteilung ausschließlich von den Abteilungsleitern am Hauptsitz durchgeführt wird.

Darüber hinaus ist die Produktlinie im Zuge der Produktentwicklung und des Produktionsprozesses nicht unverändert. Aufgrund von Kunden- oder Vertriebsfeedback, der Machbarkeit des Produktionsprozesses, der Mindestbestellmenge, der Preisgestaltung und anderer Faktoren wird das Produktdesign häufig in unterschiedlichem Maße angepasst, und einige Modelle müssen sogar ganz aus dem Sortiment genommen werden.


Veröffentlichungsdatum: 07.11.2022